Schockraum-Training für ein Gelsenkirchener Krankenhaus durch die DiG durchgeführt

Einsatz modernster Patientensimulatoren für maximalen Trainingserfolg im Traumazentrum

Bereits am vergangenen Samstag, 16. Februar 2019 führte die DiG Rettung & Brandschutz bereits zum sechsten Male ein Schockraumtraining für ein Gelsenkirchener Krankenhaus durch.

Ziel des Trainings war es, die Abläufe bei Notfällen im Schockraum zu trainieren und geübte Abläufe zu festigen. Bereits zum sechsten Mal durften wir für das regionale Traumazentrum diese Fortbildung durchführen. „Die große Kontinuität sehen wir als Vertrauen in unsere Arbeit“, so Geschäftsführer Alexander Labudda. Damit die Trainingsbedingungen für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer so realistisch wie möglich sind, werden die Trainings jeweils im jeweiligen Krankenhaus vor Ort durchgeführt. Dies hat den Vorteil, dass die Teilnehmer in gewohnter Umgebung sind und zum Beispiel keine ungewohnten Medizinprodukte anwenden müssen.

Modernste Simulationstechnik

Um neben den realistischen Rahmenbedingungen eine möglichst authentische Situation schaffen zu können, werden moderne Patientensimulatoren eingesetzt. Diese „Puppen“ sind weit mehr, als nur Reanimationstrainer, wie sie zum Beispiel aus dem Erste Hilfe Kurs bekannt sind. An den drahtlosen Simulationspuppen können die Teilnehmer zum Beispiel intravenöse Zugänge legen oder gar eine realistische Intubation durchführen. Zeitgleich geben die virtuellen Patienten durch etliche Lautsprecher und Aktoren realistische Geräusche und Bewegungen von sich. So können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz normal den Brustkorb abhören und müssen hierbei auf verschiedenste Herz- und Lungentöne achten. Gleichzeitig hebt und senkt sich der Brustkorb zudem, wie bei einem „echten“ Menschen.

Um in der Notfallsituation zudem die Übergabe vom Rettungsdienst simulieren zu können, wurde durch die DiG Rettung & Brandschutz zudem ein Rettungswagen bereitgestellt, welcher natürlich vollumfänglich dem Standard des öffentlichen Rettungsdienstes entspricht. Hier können dann die Verletzten auch immobilisiert, zum Beispiel durch einen CombiCarrier oder der Vakuummatratze eingeliefert werden.

Der Schockraum wird zum TV-Studio mit Live-Übertragung

Damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung, welche am aktuellen Szenario nicht beteiligt sind, auch den Fortgang des Szenarios mitverfolgen können, wird der Schockraum mit hightech-Videotechnik ausgestattet. Diese ermöglicht eine zeitgleiche Übertragung in den Konferenzraum und ermöglicht zudem das wichtige Videodebriefing. Das Videodebriefing stellt eine Analyse des Szenarios dar, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Verhalten „aus der Vogelperspektive“ sehen können. Hier werden nicht nur positive wie negative Dinge direkte erkannt, es können auch gezielt räumliche Verbesserungen im Schockraum durchgeführt werden. Wichtig hierbei ist, dass die Teilnehmer sowohl optimale als auch suboptimale Handlungen direkt erkennen können und die möglichen Fehler direkt im Team besprochen werden können.

Technik für messbare Erfolge

Während der Übungsszenarien können sekundengenaue „Marker“ durch die Übungsleitung gesetzt werden. Anschließend können diese guten oder kritischen Punkte im Plenum besprochen werden. Neben einer Videoaufzeichnung der jeweiligen Situation steht zudem das Protokoll des Patientensimulators zur Verfügung. Denn mit Beginn des Trainings zeichnet der Simulator an hunderten Sensoren alle Aktionen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf. So können zum Beispiel Aspekte wie eine korrekte Intubation oder die richtige Herzdruckmassage (Reanimation) direkt aufgezeichnet und bewertet werden.

Die Vielzahl an Messwerten und Parametern können dann in späteren Szenarien verglichen werden. So können die Trainingserfolge der jeweiligen Szenarien sogar quantitativ und qualitativ gemessen und verglichen werden. Dies stellt einen weiteren Anreiz für die Teilnehmer dar, sich von Training zu Training zu verbessern.