Erfahren Sie mehr über die Aufgaben und den Bereich des Sanitätsdienstes auf Veranstaltungen und Events

Rettungswagen

Der Rettungswagen

RTW nach DIN 1789 Typ C

Rettungsmittel der DiG GmbH aus Gelsenkirchen

Ein Rettungswagen ist in Deutschland ein genormtes Transportmittel für kranke Menschen beziehungsweise lebensbedrohlich verletzte Personen. Der Rettungstransportwagen ist in der DIN 1789 Typ C definiert. Im Rahmen der DIN-Norm sind nicht nur das äußere Erscheinungsbild sondern insbesondere die Ausstattung sowie die technischen Eigenschaften des Rettungswagens definiert.

Ziel dieses speziellen Fahrzeuges ist es, im Rahmen der Notfallhilfe bei Unfällen oder schwer erkrankten Personen schnelle medizinische Hilfe zu leisten.

Personal

Besetzt ist der Rettungswagen mit Fachpersonal nach dem jeweiligen länderspezifischen Rettungsdienstgesetztes. So ist in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel der Rettungswagen mindestens mit einem Rettungsassistent / Notfallsanitäter als Transportführer und einem Rettungssanitäter als Fahrer zu besetzen.

Material

Dem Fachpersonal steht eine umfangreiche Ausstattung zur Verfügung. Diese beinhaltet unter anderem:

[list style=“arrow“]

  • EKG-Gerät inkl. Defibrillator
  • Beatmungsgerät
  • Absaugpumpe
  • Krankentrage
  • Vakuummatratze
  • Rettungsgeräte
  • Halswirbelsäulenstützkragen (z.B. Stifneck ®)

[/list]

Einsatzbereich

Eingesetzt wird das Fahrzeug in allen Bundesländern für die Notfallrettung und sekundär für den qualifizierten Krankentransport. Als primäres Rettungsmittel sollte das Fahrzeug eine Eintreffzeit von circa 8 Minuten (städtisch) und 15 Minuten (ländlich) nicht überschreiten. Unterstützt werden die Rettungskräfte von anderen Fahrzeugen des Rettungsdienstes wie zum Beispiel dem Notarzteinsatzfahrzeug oder dem Rettungshubschrauber.

[box type=“success“]Sie wollen einen Rettungswagen für Ihr Werk, Ihre Veranstaltung oder Ihren Rettungsdienst buchen / mieten? Erfahren Sie hier mehr![/box]

 

Ausrüstung eines Rettungswagens

Sanitätsdienst

Sanitätsdienst auf Veranstaltungen

Allgemeines

Der Sanitätswachdienst dient auf Veranstaltungen oder im allgemeinen der medizinischen Soforthilfe. Er ist klar von den Aufgaben des Rettungsdienstes getrennt und ist privatwirtschaftlich zu organisieren. Jeder Betreiber einer Veranstaltung ist dazu verpflichtet für ausreichende Sicherheit seiner Gäste zu sorgen. Hierzu zählen auch präventive Maßnahmen für die notfallmedizinische Versorgung. Der Sanitätsdienst ist somit der „private Veranstaltungsrettungsdienst“.

Einsatz auf der Halde HohewardWie wird der Sanitätsdienst bemessen?

Für den Sanitätsdienst gibt es keine einheitliche Bemessungsgröße. Es gibt einige „Werkzeuge“ wie das Maurer-Schema oder den Köln-Algorithmus, allerdings handelt es sich bei diesen Werkzeugen lediglich um Ratgeber und keine gesetzliche Verordnung. Hinzu kommt, dass es kein „Sanitätsdienstgesetz“ oder ähnliches gibt. Die Bemessungsgröße eines Sanitätsdienstes und damit die Stärke wird durch die kommunale Ordnungsbehörde festgelegt. Diese bedient sich häufig dem Fachbeirat „Feuerwehr“. Die Feuerwehr wendet dann häufig eines der bekannten Werkzeuge, wie das Maurer-Schema an und kann zudem noch eigene Erfahrungen und Einschätzungen einfließen lassen. Mit dem Rat der Stabsstelle Feuerwehr legt dann das Ordnungsamt die Bemessungsgröße fest und erteilt häufig eine Ordnungsbehördliche Auflage.

– in einigen Kommunen übernimmt das direkt die Feuerwehr ohne Mitwirkung des Ordnungsamtes. Dies ist allerdings insbesondere in NRW nach dem Runderlass des Innenministeriums eher ungewollt, da das Ordnungsamt in der Regel als federführende Stelle die Veranstaltungsgenehmigung übernehmen soll –

Wer muss den Sanitätsdienst bestellen und bezahlen?

Hier gilt das Verursacherprinzip. Analog zu dem Spruch „Wer die Kapelle bestellt, muss sie auch bezahlen“, ist der Veranstalter als „Verursacher“ der Veranstaltung somit auch für die Bestellung des Sanitätsdienstes zuständig. Es bleibt dem Veranstalter somit frei, ein Unternehmen seiner Wahl für den Sanitätsdienst zu beauftragen. Einzige Auflage ist hier, dass das beauftragte Unternehmen die formalen Anforderungen an den Sanitätsdienst erfüllen kann.

Die Bezahlung des Sanitätsdienstes erfolgt dann in einem normalen privatwirtschaftlichem Vertrag zwischen dem Veranstalter und dem Sanitätsdienstleister.

Welche Voraussetzung sollte ein Sanitätsdienst haben?

Hier gilt grundlegend die Auflage der Stadt bzw. des Kreises als bindend. Die Auflage stellt jedoch lediglich die Mindestanforderung dar. Eine Besetzung mit hochwertigem Einsatzpersonal macht auf jeden Fall Sinn. Denn ein Herzinfarkt auf einer Veranstaltung sollte genauso behandelt werden wie ein Herzinfarkt auf der Straße.

Generell gilt jedoch auch bei der Auswahl des Sanitätsdienstes den Vertrag genau zu lesen. Der Sanitätsdienst ist zwingende Voraussetzung für die Genehmigung der Veranstaltung, deshalb sollte der Dienstleister auf vertraglich gebunden werden. Aufpassen sollte man hier auf die vertragliche Gestaltung mit Hilfsorganisationen. Da die anerkannten Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz eingebunden sind, steht in einigen Verträgen, dass im Einsatzfall der Sanitätsdienst abgebrochen werden kann, damit die Einsatzkräfte zum Katastrophenschutz eingesetzt werden können. Deshalb sollten solche Vertragsbestandteile dringend ausgeklammert werden, damit die Veranstaltung jederzeit optimal geschützt ist.

Wo ist der Unterschied zwischen dem Sanitätsdienst und dem Rettungsdienst?

Wie bereits beschrieben, ist der Sanitätsdienst eine privatwirtschaftliche Vorsorge von einem Veranstalter für seine Gäste. Die Ausführung bleibt dem Veranstalter frei, solange alle ordnungsbehördlichen Auflagen erfüllt sind.

Der Rettungsdienst hingegen, ist staatlich organisiert. Hier ist der Kommune (kreisfreie Stadt oder der Landkreis) für die Durchführung und Organisation des Rettungsdienstes verantwortlich. Der Rettungsdienst ist im jeweiligen landestypischer Rettungsdienstgesetz festgelegt.

Darf der Sanitätsdienst Patienten ins Krankenhaus bringen?

Diese Frage ist eigentlich mit Nein zu beantworten, da der Sanitätsdienst ausschließlich für die medizinische Versorgung vor Ort zuständig ist. Der Vertrag ist in diesem Fall auch nur zwischen Veranstalter und Sanitätsdienstleister geschlossen.  Wie bereits im vorherigen Absatz beschrieben ist der Rettungsdienst zudem staatliche Aufgabe.

Allerdings gibt es auch hier Sonderfälle. In einigen Kommunen ist der Rettungsdienst nicht so stark ausgelegt, dass es die Vielzahl an Gästen einer Veranstaltung zusätzlich abdecken kann. Z.B. bei einem Festival wie Wacken kommen in eine kleine Stadt bzw. ein kleines Dorf mehrere zehntausend Gäste. Der örtliche Rettungsdienst ist allerdings nur für die Versorgung von etwa 5000 Menschen ausgelegt. Hier entscheid der Kreis dann, dass der Sanitätsdienst entsprechend stärker ausgeführt wird und teile des Sanitätsdienstes im Rahmen eines öffentlichen Vertrages als Sonderbedarf in den öffentlichen Rettungsdienst eingebunden werden.

Somit wird aus dem eigentlich privaten Vertrag eine Mitwirkung im öffentlichen Rettungsdienst.

Wer bietet Sanitätsdienst an?

Es gibt viele Anbieter für Sanitätswachdienst. Allerdings sollte hier genau auf die Qualität der Anbieter geachtet werden. Neben den vier großen Hilfsorganisationen wie rotes Kreuz, Johanniter, Malteser und ASB bieten auch viele andere Unternehmen Sanitätsdienst an. Egal ob Hilfsorganisation oder Unternehmen, achten Sie auf das Erscheinungsbild und die Professionalität. Sehen Sie den San-Dienst als Versicherung an. Es gibt günstige Versicherungen und teurere Versicherungen. Sie merken erst im Schadensfall, ob es sich um eine gute Versicherung handelt oder um eine schlechte. Häufig ist jedoch der Preis entscheidend. Als Faustregel kann man sagen, alles unter 20 Euro pro Personalstunde ist tendenziell schwierig. Durch Mindestlohn, Materialeinsatz und Fahrtkosten entstehen jedem seriösem Dienstleister hohe Kosten, die durch „billige“ Stundensätze nicht einzuholen sind.

[box type=“success“]Sie benötigen ein Angebot für einen Sanitätsdienst? – Die DiG GmbH berät Sie gerne. 0209 / 930 446 30 oder info@dig-gruppe.de ! Professionelle Leistung eines ISO 9001 zertifizierten Dienstleisters für medizinische Versorgung.[/box]

Sanitätsdienst für Betriebssanitäter, Brandsicherheitswache, Ausbildung zum Brandschutzhelfer (Branschutzhelfer Kurs), Sanitätscontainer : DiG GmbH Ulrichstr. 8, 45891 Gelsenkirchen 81

Unfallhilfsstelle

Unfallhilfsstelle (UHS)

DiG Unfallhilfsstelle

Modern ausgestattete Unfallhilfsstelle mit 7 Intensivbehandlungsplätzen und 5 Betreuungsplätzen.

Allgemeines

Die Unfallhilfsstelle (UHS) ist im Sanitätsdienst ein Anlaufpunkt und eine Versorgungsstelle für Verletzte und Erkrankte. Allerdings ist die Art und der Umfang von Unfallhilfsstellen nicht definiert. Das heißt, es gibt keine gesetzlichen Grundlagen oder Normen zur Ausstattung und der Größe einer UHS. Somit können die Hilfsstellen sehr stark von einander abweichen.

Bei großen Festivals zum Beispiel werden die UHS in der Regel als kleines „Feldlazarett“ ausgestattet und sind somit sehr opulent ausgestattet. In der Regel sind bei kleineren Veranstaltungen die Hilfsstellen mit 2-4 Behandlungsplätzen für liegende Patienten ausgestattet.

Allgemein empfiehlt es sich bei der Ausstattung und dem Aufbau sich an dem jeweiligen Landeskonzept für den Katastrophenschutz zu orientieren. Somit sind die Rettungskräfte mit dem Grundaufbau in der Regel schon vertraut.

Ausrüstung / Ausstattung

Ebenso wie die Größe stark variieren kann, ist die Ausstattung auch an keinerlei grundsätzliche Normen gebunden. Häufig wird durch die jeweiligen Aufsichtsbehörden eine entsprechende Behandlungskapazität vorgegeben. Hier kann zum Beispiel gefordert sein „4x Intensivbehandlungsplatz und 6x Betreuungsplatz“. Somit könnte die Unfallhilfsstelle 10 Personen versorgen.

Allerdings gibt es auch keine eindeutige Definition für den Begriff Intensivbehandlungsplatz. Hier kann entweder das Ausrüsten mit Patientenmonitoren also EKG, Defibrillator etc. gemeint sein. Alternativ ist natürlich auch der Einsatz von Beatmungsgeräten und weiterer intensivmedizinischer Ausstattung wie Perfusoren (Spritzenpumpen) etc. gemeint sein.

Aufbau einer UHS

Der Aufbau der Unfallhilfsstelle kann in verschiedenster Art durchgeführt werden. Es bieten sich für temporäre Unfallhilfsstellen Zelte als Unterbringung an. Diese können schnell auf- bzw. abgebaut werden. Langfristige Sanitätsdienste wie zum Beispiel in Freizeitparks verfügen über feste Sanitätsstationen, welche jedoch meistens eine geringere Behandlungskapazität haben.

[box type=“success“]Sie suchen einen Sanitätsdienst inkl. Unfallhilfsstelle? Die DiG GmbH bietet als professioneller Dienstleister maßgeschneiderte Lösungen für den Sanitätsdienst bei Veranstaltungen an. weitere Infos unter: www.dig-sanitaetsdienst.de[/box]