Rettungsdienst

Rettungsdienst / Notfallrettung

Was ist der Rettungsdienst?

Der Rettungsdienst ist in Deutschland in staatlicher Hand und stellt die medizinische Notfallversorgung dar. Jeder (Land)-Kreis bzw. jede kreisfreie Stadt hat als Träger des Rettungsdienstes dafür zu sorgen, dass Vorkehrungen für die notfallmedizinsiche Versorgung getroffen werden. Diese Vorkehrungen sind im jeweiligen Landesrettungsdienstgesetz näher definiert.

Der Rettungsdienst kann zu Land, zu Wasser und in der Luft erfolgen. Hierbei kommen verschiedene Rettungsmittel zum Einsatz. Am häufigsten sieht man Krankenwagen bzw. Rettungswagen im Stadtbild. Aber es gibt weitaus mehr Fahrzeuge und Mittel zur Rettung von verunfallten, verletzten und erkrankten Personen.

Welche Rettungsmittel gibt es?

Hier gibt es eine Vielzahl an Fahrzeugen, Schiffen / Booten und Luftfahrzeugen. Am häufigsten kommen folgende Rettungsmittel zum Einsatz:

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  • der Rettungswagen (nach DIN 1789 Typ C)
  • der Krankenwagen (nach DIN 1789 Typ A2)
  • das Notarzteinsatzfahrzeug
  • der Notarztwagen (nach DIN 1789 Typ C)
  • der Rettungshubschrauber (RTH)
  • das Rettungsboot

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Wer bezahlt den Rettungsdienst?

Transportschein Rettungsdienst

Verordnung einer Krankenbeförderung (Transportschein)

Die Antwort ist einfach und vielfältig zugleich. Der Rettungsdienst stellt die medizinische Versorgung im Notfall dar. Hierbei ist wichtig, dass der Zweck eines jeden Einsatzes ist, leben zu verlängern und leiden zu vermindern. Somit kommt es häufig zu einer Heilbehandlung bzw. dem schnellen Transport zu einem Ort, wo eine zielführende Heilbehandlung durchgeführt werden kann.

Folglich zahlen die Krankenkassen für den Rettungsdiensteinsatz. Allerdings nur dann, wenn der Einsatz auch medizinisch indiziert ist. Das bedeutet im Detail muss ein Arzt feststellen, dass der Patient keine andere Alternative hatte als den Rettungsdienst zu alarmieren. Ist dies der Fall, also stellt ein Arzt fest, dass der Patient eine alternative zum Rettungsdienst gehabt hätte, so gehen die Kosten für den Rettungsdiensteinsatz auf den Patienten über.

Zusammenzufassen ist:

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  • der Rettungsdiensteinsatz ist gerechtfertigt (ein Arzt unterschreibt den Transportschein)
    • die Kosten werden bei allgemeinen Unfällen bzw. Krankheiten durch die jeweilige Krankenkasse übernommen
    • bei Arbeitsunfällen, Schulunfällen etc. werden die Kosten von der jeweiligen Unfallkasse / Berufsgenossenschaft übernommen
  • der Rettungsdiensteinsatz ist nicht gerechtfertigt (ein Arzt verweigert die Unterschrift des Transportscheins)
    • die Kosten werden dem Patienten privat in Rechnung gestellt

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Was kostet ein Rettungsdiensteinsatz?

Die Kosten variieren sehr stark und hängen neben der Art des eingesetzten Rettungsmittels auch von den örtlichen Gegebenheiten ab. Jeder Betreiber eines Rettungsdienstes verhandelt den Verrechnungspreis für das einzelne Rettungsmittel mit den Krankenkassen. Somit können z.B. Einsätze eines Rettungswagens von 200 Euro bis 600 Euro variieren. Hinzu kommt dann häufig noch die Pauschale für den Notarzteinsatz.

 

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Wie rufe ich den Rettungsdienst?

Ganz einfach – Europaweit unter der Notrufnummer 112. Egal ob vom Festnetz oder Mobiltelefon, man wird immer mit der nächstgelegenen Rettungsleitstelle verbunden. Die Leitstelle übernimmt dann die Abfrage und entsendet ein oder mehrere Rettungsmittel zum Einsatzort.[/box]

Gibt es eine rechtliche Grundlage?

Ja – und zwar in jedem Bundesland gibt es ein Landesrettungsdienstgesetz. In diesem Gesetz stehen die grundlegenden Eigenschaften des landestypischer Rettungsdienstes. So ist auch hier die personelle Besetzung der Fahrzeuge geregelt. Hier gibt es teilweise große Unterschiede.

Hier geht es zur aktuellen Version des RettG-NRW