Betriebssanitätsdienst

Betriebssanitätsdienst

Betriebssanitäter in SpeyerIm Rahmen von Werken, Baustellen und Industrieanlagen schreiben die Unfallversicherungsträger besondere Schutzmaßnahmen vor. Ab einer bestimmten Betriebs- oder Baustellengröße ist ein betrieblicher Sanitätsdienst der sogenannte Betriebssanitätsdienst einzurichten. Dieser stellt aufgrund der Größe oder der Art und Schwere der zu erwartenden Unfälle eine sofortige medizinische Grundversorgung sicher.

Gesetzliche Grundlage

Betriebe mit folgenden Mindestvorraussetzungen sind in der Regel durch die Unfallversicherungsträger verpflichtet einen Betriebssanitäter einzusetzen:

Gemäß BGV A1 §27 ist ein Betriebssanitäter einzusetzen, wenn

– mind. Betriebe mehr als 1500 Mitarbeiter eingesetzt haben

– mind. 250 Mitarbeiter eingesetzt werden und die Art und Schwere der zu erwartenden Verletzungsmuster es erfordert

– auf Baustellen auf denen mehr als 100 Versicherte (gleichzeitig anwesende Mitarbeiter auch unterschiedlicher Firmen) anwesend sind

Organisationsverantwortung

Die Organisationsverantwortung liegt bei dem Betreiber der jeweiligen Einrichtung. So ist der Bauherr oder der Generalunternehmer dafür verantwortlich, auch wenn die 100 Mitarbeiter auf einer Baustelle eigentlich aus Mitarbeitern von 10 eigenständigen Betrieben bestehen.

Gleichermaßen zur Organisationsverantwortung liegt auch die Kostenverantwortung. Die Kosten für die Einrichtung des Betriebssanitätsdienstes hat der jeweilige Betreiber zu tragen. Er kann den Dienst entweder durch eigene qualifizierte Kräfte (Betriebssanitäter) oder durch ein externes Fachunternehmen durchführen lassen.

Der Einsatz eines Fachunternehmens stellt häufig eine gute Alternative dar, da die Fachunternehmen mit den Gesetzen, Verordnungen und Normen in der Regel gut vertraut sind und sich der Betreiber auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann.