Betriebssanitäter

Betriebssanitäter

Vermietung von SanitaetscontainernAllgemeines

Hierbei handelt es sich um eine spezielle Ausbildung für Rettungskräfte auf Baustellen und Werken. Das Tätigkeitsfeld ist demnach getrennt von dem Tätigkeitsfeld des Rettungsdienstes. Der Betriebssanitätsdienst umfasst die unternehmerischen Einrichtungen zur Sicherstellung der Ersten Hilfe und von vorbeugenden Maßnahmen.

Ausbildung

Somit ist auch die Ausbildung zum Betriebssanitäter getrennt von den Ausbildungen im Rettungsdienst (z.B. Rettungssanitäter). Der Lehrgang setzt das 18. Lebensjahr, einen Hauptschulabschluss und einen gültigen Erste-Hilfe-Kurs voraus.

Ausgebildet werden Betriebssanitäter in hierfür von der Berufsgenossenschaft ermächtigten Ausbildungsstellen. (Eine Liste aller Ausbildungsstellen erhalten Sie unter www.bg-qseh.de). Im Rahmen der Grundausbildung dem sogenannten Grundlehrgang werden in mindestens 63 Unterrichtseinheiten die Grundlagen der Notfallrettung sowie der Einsatztaktik auf Baustellen vermittelt. Das Grundwissen muss in einer theoretischen und praktischen Prüfung bewiesen werden. Gemäß der aktuellen Rechtslage ist im Anschluss auf an den Grundlehrgang ein Aufbaulehrgang mit einem Mindestumfang von 32 Unterrichtseinheiten vorgeschrieben.

In diesem Lehrgang werden dann vertiefende Methoden und Kenntnisse über das Rettungswesen vermittelt. Als Zulassungsvoraussetzung für den Aufbaulehrgang können neben dem abgeschlossenen Grundlehrgang auch andere medizinische Berufe angerechnet werden. Hierzu zählen:

        [list style=“star“]

      • Rettungssanitäter
      • Rettungsassistent / Notfallsanitäter
      • exam. Krankenpfleger etc.

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Der Aufbaulehrgang schließt ebenfalls mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung ab. Erst nach Bestehen beider Lehrgänge kann als Betriebssanitäter gearbeitet werden.

Verpflichtung zum Einsatz von Betriebssanitätern

Die Verpflichtung entsteht durch den §27 BGV A1. In diesem allgemeinverbindlichen Vorschriften für alle Unternehmen heißt es unter anderem:

(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass mindestens ein Betriebssanitäter zur Verfügung steht, wenn
1. in einer Betriebsstätte mehr als 1500 Versicherte anwesend sind,
2. in einer Betriebsstätte 1500 oder weniger, aber mehr als 250 Versicherte anwesend sind und Art,

Schwere und Zahl der Unfälle den Einsatz von Sanitätspersonal erfordern,
3. auf einer Baustelle mehr als 100 Versicherte anwesend sind.
Nummer 3 gilt auch, wenn der Unternehmer zur Erbringung einer Bauleistung aus einem von ihm über- nommenen Auftrag Arbeiten an andere Unternehmer vergibt und insgesamt mehr als 100 Versicherte gleichzeitig tätig werden

Unterschied zum Rettungsdienst

Der betriebliche Sanitätsdienst ist anders als der Rettungsdienst eine privat organisierte Maßnahme. Der Rettungsdienst ist gemäß allen Landesrettungsdienstgesetzen in der Verantwortung des Kreises, der kreisfreien Stadt bzw. der Kommune. Selbst wenn hier private Unternehmer oder Hilfsorganisationen eingesetzt werden, ist der Träger – also der Verantwortliche – immer der Staat.

Im betrieblichen Sanitätsdienst ist dies anders. Hier ist der Unternehmer für das normgerechte Umsetzen der geforderten Maßnahmen zuständig. Da die Unternehmen hier naturgemäß wenig Erfahrung in dem Aufbau und der Umsetzung einer Notfallrettung haben, empfiehlt es sich hier externe Fachfirmen mit dem Aufbau und dem Betrieb zu beauftragen.

Die Einrichtung eines betrieblichen Sanitätsdienstes

Hierbei kommt es nicht nur auf die Einstellung eines Mitarbeiters mit der Qualifikation zum Betriebssanitäter an. Es gilt umfangreiche Regelwerke und Ausrüstungen anzuschaffen, damit der Sanitäter entsprechend arbeiten kann. Hier ist jedoch insbesondere für fachfremde Unternehmen Vorsicht geboten. Mit dem Betrieb eines betrieblichen Sanitätsdienstes sind Sie zusätzlich ein medizinisches Unternehmen und unterliegen in besonderer Weise dem Medizinproduktegesetz. Somit fallen besondere Anforderungen an den Betrieb in Punkto Wartung, Pflege und Hygiene von Medizinprodukten an. Aus diesem Grund empfiehlt es sich hier unbedingt externen Fachbeirat einzuholen, bevor es zu Verstößen gegen die Gesetze und Normen kommt.

Wo kann man Betriebssanitäter buchen?

Es gibt viele Unternehmen, welche die Leistungen anbieten. Hier sollte auf die Seriösität geachtet werden. Insbesondere die Einhaltung von den Vorschriften nach Medizinproduktegesetz erfordern einen großen Aufwand und Sorgfalt. Ein extrem niedriger Preis für den Einsatz eines Sanitäters sollte Sie stutzig machen. Insbesondere die Einhaltung von allen weiteren Gesetzen sowie sozialversicherungsrechtlicher Vorschriften führt zu einem Stundenverrechnungssatz von ca. 24-30 Euro (netto).

Betriebssanitätsdienst

Betriebssanitätsdienst

Betriebssanitäter in SpeyerIm Rahmen von Werken, Baustellen und Industrieanlagen schreiben die Unfallversicherungsträger besondere Schutzmaßnahmen vor. Ab einer bestimmten Betriebs- oder Baustellengröße ist ein betrieblicher Sanitätsdienst der sogenannte Betriebssanitätsdienst einzurichten. Dieser stellt aufgrund der Größe oder der Art und Schwere der zu erwartenden Unfälle eine sofortige medizinische Grundversorgung sicher.

Gesetzliche Grundlage

Betriebe mit folgenden Mindestvorraussetzungen sind in der Regel durch die Unfallversicherungsträger verpflichtet einen Betriebssanitäter einzusetzen:

Gemäß BGV A1 §27 ist ein Betriebssanitäter einzusetzen, wenn

– mind. Betriebe mehr als 1500 Mitarbeiter eingesetzt haben

– mind. 250 Mitarbeiter eingesetzt werden und die Art und Schwere der zu erwartenden Verletzungsmuster es erfordert

– auf Baustellen auf denen mehr als 100 Versicherte (gleichzeitig anwesende Mitarbeiter auch unterschiedlicher Firmen) anwesend sind

Organisationsverantwortung

Die Organisationsverantwortung liegt bei dem Betreiber der jeweiligen Einrichtung. So ist der Bauherr oder der Generalunternehmer dafür verantwortlich, auch wenn die 100 Mitarbeiter auf einer Baustelle eigentlich aus Mitarbeitern von 10 eigenständigen Betrieben bestehen.

Gleichermaßen zur Organisationsverantwortung liegt auch die Kostenverantwortung. Die Kosten für die Einrichtung des Betriebssanitätsdienstes hat der jeweilige Betreiber zu tragen. Er kann den Dienst entweder durch eigene qualifizierte Kräfte (Betriebssanitäter) oder durch ein externes Fachunternehmen durchführen lassen.

Der Einsatz eines Fachunternehmens stellt häufig eine gute Alternative dar, da die Fachunternehmen mit den Gesetzen, Verordnungen und Normen in der Regel gut vertraut sind und sich der Betreiber auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann.

Brandsicherheitswache

Die Brandsicherheitswache

Brandsicherheitswache Erstaufnahmelager

Sanitätsdienst und Brandschutz der DiG GmbH

Was ist eine Brandsicherheitswache (BSW)?

Die Sicherheitswache ist eine präventive Maßnahme um Schadensfälle und Feuer zu vermeiden. Eine BSW kommt dann zum Einsatz, wenn der Brandschutz durch technische Mittel nicht möglich ist oder die technischen bzw. gebäudetechnischen Maßnahmen nicht funktionieren. Dabei ist anzumerken, dass einige Aufgaben gar nicht erst durch technische Mittel übernommen werden können und somit ist in vielen Bereichen eine Brandsicherheitswache immer notwendig.

Wann kommt eine Brandsicherheitswache zum Einsatz?

Einsatzmöglichkeiten gibt es sehr viele. Dabei erstreckt sich der Einsatzbereich von den klassischen Betätigungsfeldern wie Veranstaltungen bis hin zum Feuerschutz auf Industrieanlagen.

Einsatz bei Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen kommt es häufig zu einer erhöhten Feuergefahr. Egal ob mit Pyrotechnik gearbeitet wird oder es eine große Szenenfläche (über 200qm) gibt, zum Schutz der Zuschauer und Gäste reichen die technischen Einrichtungen in der Regel nicht aus. So muss eine Brandsicherheitswache eingesetzt werden, um den Brandschutz vor, während und nach der Veranstaltung gewährleisten zu können.

Hierbei gibt es klare Regeln, so ist der Veranstalter bzw. der Betreiber einer Versammlungsstätte nach Versammlungsstättenverordnung (MVStättVO – bzw. in der jeweiligen bundeslandtypischen Versammlungsstättenverordnung) verpflichtet, selbstständige Maßnahmen zu ergreifen um den Feuerschutz zu gewährleisten. Selbstverständlich ist Art und Umfang dieser Maßnahmen mit der Feuerwehr bzw. den Bauordnungsamt abzusprechen

Einsatz bei feuergefährlichen Arbeiten

Der Einsatz einer Brandsicherheitswache bei feuergefährlichen Arbeiten ist in den berufsgenossenschaftlichen Regelwerken (BGR 500) ist häufig vorgeschrieben. Zu feuergefährlichen Arbeiten zählen unter anderem Schweiß-, Löt- und Flexarbeiten. Hierbei kommt es zu einem erhöhten Brandrisiko und die Verantwortlichen müssen einen zusätzlichen Feuerschutz gewährleisten. Insbesondere auf Industrieanlagen sind solche Arbeiten besonders gefährlich, da hier häufig EX-Zonen – also explosionsgefährdete Bereiche vorkommen.

Einsatz bei Ausfall von Brandmeldeanlagen

Brandsicherheitswache DiGIst eine Brandmeldeanlage noch nicht fertiggestellt oder defekt, erlischt häufig die Betriebserlaubnis für ein Gebäude. Ebenfalls können die Gebäudeversicherer in diesem Fall die Versicherungsdeckung entziehen und folglich kann es zu einem sehr großen Schaden kommen. Damit das Gebäude dennoch nutzbar ist, können in der Regel Brandsicherheitswache als Kompensation für die fehlenden oder defekten technischen Brandschutzeinrichtungen zum Einsatz kommen.

Art und Umfang der Feuerschutzwache ist mit dem örtlich zuständigen Bauordnungsamt / der Feuerwehr sowie den Versicherungen abzusprechen.

Wer stellt eine Brandsicherheitswache?

Da es sich hierbei nicht um eine ordnungsbehördliche Aufgabe handelt, kann die Feuerschutzwache / Sicherheitswache durch eine entsprechende Fachfirma gestellt werden. Wichtig hierbei ist, dass darauf geachtet wird, dass die ordnungsgemäße Durchführung zu jeder Zeit gewährleistet ist. Bei nicht ordnungsgemäßer Durchführung erlischt in der Regel die außerordentliche Betriebserlaubnis.

Welche Qualifikation hat eine Brandsicherheitswache?

Als Mindestqualifikation sollte eine Grundausbildung der freiwilligen Feuerwehr vorausgesetzt werden. Denn alle „Ausbildungen“ unterhalb der kleinsten freiwilligen Feuerwehrausbildung sind nicht definiert und unter Umständen auch nicht ausreichend. Alternativ zur Ausbildung der freiwilligen Feuerwehren sind auch die Ausbildungen zum Gas- und Brandposten anzusehen.

Für Führungsaufgaben sind dann Gruppenführer, Zugführer oder Verbandführer einzusetzen. Hierbei kommt es auf die Größe der Sicherheitswache an.

[box type=“notice“]Können auch Brandschutzhelfer eingesetzt werden?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um eine Hilfsausbildung – sofern man bei einer Ausbildungsdauer von ca. 2-4 Stunden von einer Ausbildung sprechen kann. Deshalb sollten Brandschutzhelfer in der Regel nicht eigentständig eingesetzt werden, sondern maximal als Ergänzung zu erfahrenen Einsatzkräften. Denn Brandschutzhelfer haben keinerlei feuerwehrtechnische und feuerwehrtaktische Ausbildung! [/box]

[box type=“success“]

Wo kann ich eine Brandsicherheitswache buchen?

Bundesweit gibt es wenige professionelle Dienstleister. Achten Sie darauf, dass die Unternehmen umfangreiche Erfahrung haben und im besten Fall nach einem Qualitätsmanagementsystem zertifiziert sind.

Die DiG GmbH aus Gelsenkirchen bietet bundesweite professionelle Brandsicherheitwachen an! Tel: 0209 / 930 446 30 oder info@dig-gruppe.de 

Weitere Informationen erhalten Sie hier!

 

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Brandwache

Die Brandwache

Was ist einer Brandwache?

Eine Brandwache ist eine Sicherheitswache von Feuerwehrkräften nach einem Brand. Hier achten die Feuerwehrkräfte darauf, dass sich das Feuer nicht wieder entfacht. Häufig kann es nach großen Schadfeuern zum erneuten entzünden durch noch nicht vollständig gelöschte Glutnester kommen. Damit das Feuer nicht mehr vollständig ausbricht, stellt die Feuerwehr dann eine Brandwache um regelmäßig nach den eigentlichen Löscharbeiten die Flächen zu kontrollieren.

Wer stellt eine Brandwache?

Da die Brandwache lediglich nach dem Einsatz der Feuerwehr zum Einsatz kommt, wird diese in der Regel durch die eh vor Ort befindliche Feuerwehr gestellt, welche das Feuer zuvor gelöscht hat.

Wo ist der Unterschied zwischen der Brandwache und einer Brandsicherheitswache?

Der Unterschied liegt darin, dass die Brandsicherheitswache präventiv tätig wird und die Brandwache nach einem Schadensereignis tätig wird. Das heißt, die Brandsicherheitswache passt auf, dass es erst gar nicht zu einem Schaden bzw. zu einem Feuer kommt.

Weitere Informationen zur Brandsicherheitswache (BSW) erhalten Sie hier!