AED

AED – automatisch externer Defibrillator

Richtiger Umgang mit AEDs - automatisch externer DefibrillatorDer AED ist heutzutage in aller Munde. Zu sehen und anzutreffen sind AEDs häufig an großen öffentlichen Plätzen, in Verwaltungsgebäuden und Versammlungsstätten. Doch was ist ein AED und wozu wird dieser benötigt?

Hintergrundwissen!

Der AED ist ein automatischer Defibrillator, welcher im Rahmen von akuten Erkrankungen am Herzen eingesetzt wird. Da es bei einem Herzstillstand häufig zu einem Kammerflimmern kommt, ist der Einsatz eines Defibrillators notwendig um das Kammerflimmern zu unterbinden und dann eine koordinierte Reanimation einleiten zu können. Als Kammerflimmern bezeichnet man ein hochfrequentes umkoordiniertes bewegen des Herzens. Dies führt dazu, dass die eigentliche Funktion des Herzens, Blut in den Kreislauf zu Pumpen nicht mehr aufrecht gehalten werden kann und der Körper nicht mehr mit sauerstoffreichem Blut versorgt wird. Genau hier setzt ein AED an und gibt einen Elektroschock ab um das Kammerflimmern zu unterbinden. Anschließend hat dann die Reanimation also die Herzdruckmassage zu erfolgen.

Der AED heißt deshalb so, weil er vollautomatisch handelt und somit für Jedermann zu benutzen ist. Entgegen der professionellen Geräte bedarf es bei einem automatischen externen Defibrillator keiner vorherigen Einweisung nach Medizinproduktegesetz.

Wie wird ein AED angewendet?

Der AED wird in Abhängigkeit vom Gerätetyp durch das Öffnen der Verpackung oder durch einen Schalter eingeschaltet. Direkt im Nachgang leitet das Gerät den Benutzer mit optischen und akustischen Anweisungen zum richtigen Handeln. Alle einzelnen Schritte werden sorgfältig erklärt, so dass selbst in großer Hektik alles in geordneten Bahnen verläuft.

Der AED selbst entscheidet nach einer Analyse des Herzrythmusses ob ein Schock empfohlen ist und abgegeben wird. Die Geräte analysieren jeweils mindestens zwei Sequenzen der Herzschläge und bewerten diese dann. Bei zwei übereinstimmenden Ergebnissen wird der Elektroschock freigegeben oder es wird eine dritte Prüfung durchgeführt. Erst bei absoluter Mehrheit wird der Schock freigegeben.

Wo ist der unterschied zwischen einem „halbautomatischen Defibrillator“ und einem „vollautomatischen Defibrillator“

Bei einem Halbautomaten hat der Anwender sprichwörtlich „das letzte Wort“. Er muss manuell den Schock per Knopfdruck auslösen und kann somit noch äußere Einflüsse mit einbeziehen. Dies kann insbesondere wichtig sein, wenn der Patient in einer Pfütze liegt und es somit eventuell zu Schädigungen der umliegenden Menschen kommen könnte.

Der Vollautomat weist lediglich darauf hin, dass ein Schock abgegeben wird und wird diesen akustisch ankündigen. Eine Interaktion ist hier nicht erforderlich. Dies hat insbesondere dann den Vorteil, wenn die handelnden Personen eher Laien sind und unter Umständen Angst haben, den Schock auszulösen und eventuell was falsches zu tun.

Wo kann ich lernen mit einem AED umzugehen?

In der Regel bieten alle Erste Hilfe Schulen auch eine Schulung im Umgang mit AEDs an. Hier wird Ihnen neben einer Auffrischung in Erster Hilfe auch der richtige Umgang mit den Defibrillatoren gezeigt. Weitere Informationen zu Kursen finden Sie hier!

Betriebssanitäter

Betriebssanitäter

Vermietung von SanitaetscontainernAllgemeines

Hierbei handelt es sich um eine spezielle Ausbildung für Rettungskräfte auf Baustellen und Werken. Das Tätigkeitsfeld ist demnach getrennt von dem Tätigkeitsfeld des Rettungsdienstes. Der Betriebssanitätsdienst umfasst die unternehmerischen Einrichtungen zur Sicherstellung der Ersten Hilfe und von vorbeugenden Maßnahmen.

Ausbildung

Somit ist auch die Ausbildung zum Betriebssanitäter getrennt von den Ausbildungen im Rettungsdienst (z.B. Rettungssanitäter). Der Lehrgang setzt das 18. Lebensjahr, einen Hauptschulabschluss und einen gültigen Erste-Hilfe-Kurs voraus.

Ausgebildet werden Betriebssanitäter in hierfür von der Berufsgenossenschaft ermächtigten Ausbildungsstellen. (Eine Liste aller Ausbildungsstellen erhalten Sie unter www.bg-qseh.de). Im Rahmen der Grundausbildung dem sogenannten Grundlehrgang werden in mindestens 63 Unterrichtseinheiten die Grundlagen der Notfallrettung sowie der Einsatztaktik auf Baustellen vermittelt. Das Grundwissen muss in einer theoretischen und praktischen Prüfung bewiesen werden. Gemäß der aktuellen Rechtslage ist im Anschluss auf an den Grundlehrgang ein Aufbaulehrgang mit einem Mindestumfang von 32 Unterrichtseinheiten vorgeschrieben.

In diesem Lehrgang werden dann vertiefende Methoden und Kenntnisse über das Rettungswesen vermittelt. Als Zulassungsvoraussetzung für den Aufbaulehrgang können neben dem abgeschlossenen Grundlehrgang auch andere medizinische Berufe angerechnet werden. Hierzu zählen:

        [list style=“star“]

      • Rettungssanitäter
      • Rettungsassistent / Notfallsanitäter
      • exam. Krankenpfleger etc.

[/list]

 

Der Aufbaulehrgang schließt ebenfalls mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung ab. Erst nach Bestehen beider Lehrgänge kann als Betriebssanitäter gearbeitet werden.

Verpflichtung zum Einsatz von Betriebssanitätern

Die Verpflichtung entsteht durch den §27 BGV A1. In diesem allgemeinverbindlichen Vorschriften für alle Unternehmen heißt es unter anderem:

(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass mindestens ein Betriebssanitäter zur Verfügung steht, wenn
1. in einer Betriebsstätte mehr als 1500 Versicherte anwesend sind,
2. in einer Betriebsstätte 1500 oder weniger, aber mehr als 250 Versicherte anwesend sind und Art,

Schwere und Zahl der Unfälle den Einsatz von Sanitätspersonal erfordern,
3. auf einer Baustelle mehr als 100 Versicherte anwesend sind.
Nummer 3 gilt auch, wenn der Unternehmer zur Erbringung einer Bauleistung aus einem von ihm über- nommenen Auftrag Arbeiten an andere Unternehmer vergibt und insgesamt mehr als 100 Versicherte gleichzeitig tätig werden

Unterschied zum Rettungsdienst

Der betriebliche Sanitätsdienst ist anders als der Rettungsdienst eine privat organisierte Maßnahme. Der Rettungsdienst ist gemäß allen Landesrettungsdienstgesetzen in der Verantwortung des Kreises, der kreisfreien Stadt bzw. der Kommune. Selbst wenn hier private Unternehmer oder Hilfsorganisationen eingesetzt werden, ist der Träger – also der Verantwortliche – immer der Staat.

Im betrieblichen Sanitätsdienst ist dies anders. Hier ist der Unternehmer für das normgerechte Umsetzen der geforderten Maßnahmen zuständig. Da die Unternehmen hier naturgemäß wenig Erfahrung in dem Aufbau und der Umsetzung einer Notfallrettung haben, empfiehlt es sich hier externe Fachfirmen mit dem Aufbau und dem Betrieb zu beauftragen.

Die Einrichtung eines betrieblichen Sanitätsdienstes

Hierbei kommt es nicht nur auf die Einstellung eines Mitarbeiters mit der Qualifikation zum Betriebssanitäter an. Es gilt umfangreiche Regelwerke und Ausrüstungen anzuschaffen, damit der Sanitäter entsprechend arbeiten kann. Hier ist jedoch insbesondere für fachfremde Unternehmen Vorsicht geboten. Mit dem Betrieb eines betrieblichen Sanitätsdienstes sind Sie zusätzlich ein medizinisches Unternehmen und unterliegen in besonderer Weise dem Medizinproduktegesetz. Somit fallen besondere Anforderungen an den Betrieb in Punkto Wartung, Pflege und Hygiene von Medizinprodukten an. Aus diesem Grund empfiehlt es sich hier unbedingt externen Fachbeirat einzuholen, bevor es zu Verstößen gegen die Gesetze und Normen kommt.

Wo kann man Betriebssanitäter buchen?

Es gibt viele Unternehmen, welche die Leistungen anbieten. Hier sollte auf die Seriösität geachtet werden. Insbesondere die Einhaltung von den Vorschriften nach Medizinproduktegesetz erfordern einen großen Aufwand und Sorgfalt. Ein extrem niedriger Preis für den Einsatz eines Sanitäters sollte Sie stutzig machen. Insbesondere die Einhaltung von allen weiteren Gesetzen sowie sozialversicherungsrechtlicher Vorschriften führt zu einem Stundenverrechnungssatz von ca. 24-30 Euro (netto).

Betriebssanitätsdienst

Betriebssanitätsdienst

Betriebssanitäter in SpeyerIm Rahmen von Werken, Baustellen und Industrieanlagen schreiben die Unfallversicherungsträger besondere Schutzmaßnahmen vor. Ab einer bestimmten Betriebs- oder Baustellengröße ist ein betrieblicher Sanitätsdienst der sogenannte Betriebssanitätsdienst einzurichten. Dieser stellt aufgrund der Größe oder der Art und Schwere der zu erwartenden Unfälle eine sofortige medizinische Grundversorgung sicher.

Gesetzliche Grundlage

Betriebe mit folgenden Mindestvorraussetzungen sind in der Regel durch die Unfallversicherungsträger verpflichtet einen Betriebssanitäter einzusetzen:

Gemäß BGV A1 §27 ist ein Betriebssanitäter einzusetzen, wenn

– mind. Betriebe mehr als 1500 Mitarbeiter eingesetzt haben

– mind. 250 Mitarbeiter eingesetzt werden und die Art und Schwere der zu erwartenden Verletzungsmuster es erfordert

– auf Baustellen auf denen mehr als 100 Versicherte (gleichzeitig anwesende Mitarbeiter auch unterschiedlicher Firmen) anwesend sind

Organisationsverantwortung

Die Organisationsverantwortung liegt bei dem Betreiber der jeweiligen Einrichtung. So ist der Bauherr oder der Generalunternehmer dafür verantwortlich, auch wenn die 100 Mitarbeiter auf einer Baustelle eigentlich aus Mitarbeitern von 10 eigenständigen Betrieben bestehen.

Gleichermaßen zur Organisationsverantwortung liegt auch die Kostenverantwortung. Die Kosten für die Einrichtung des Betriebssanitätsdienstes hat der jeweilige Betreiber zu tragen. Er kann den Dienst entweder durch eigene qualifizierte Kräfte (Betriebssanitäter) oder durch ein externes Fachunternehmen durchführen lassen.

Der Einsatz eines Fachunternehmens stellt häufig eine gute Alternative dar, da die Fachunternehmen mit den Gesetzen, Verordnungen und Normen in der Regel gut vertraut sind und sich der Betreiber auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann.

Brandsicherheitswache

Die Brandsicherheitswache

Brandsicherheitswache Erstaufnahmelager

Sanitätsdienst und Brandschutz der DiG GmbH

Was ist eine Brandsicherheitswache (BSW)?

Die Sicherheitswache ist eine präventive Maßnahme um Schadensfälle und Feuer zu vermeiden. Eine BSW kommt dann zum Einsatz, wenn der Brandschutz durch technische Mittel nicht möglich ist oder die technischen bzw. gebäudetechnischen Maßnahmen nicht funktionieren. Dabei ist anzumerken, dass einige Aufgaben gar nicht erst durch technische Mittel übernommen werden können und somit ist in vielen Bereichen eine Brandsicherheitswache immer notwendig.

Wann kommt eine Brandsicherheitswache zum Einsatz?

Einsatzmöglichkeiten gibt es sehr viele. Dabei erstreckt sich der Einsatzbereich von den klassischen Betätigungsfeldern wie Veranstaltungen bis hin zum Feuerschutz auf Industrieanlagen.

Einsatz bei Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen kommt es häufig zu einer erhöhten Feuergefahr. Egal ob mit Pyrotechnik gearbeitet wird oder es eine große Szenenfläche (über 200qm) gibt, zum Schutz der Zuschauer und Gäste reichen die technischen Einrichtungen in der Regel nicht aus. So muss eine Brandsicherheitswache eingesetzt werden, um den Brandschutz vor, während und nach der Veranstaltung gewährleisten zu können.

Hierbei gibt es klare Regeln, so ist der Veranstalter bzw. der Betreiber einer Versammlungsstätte nach Versammlungsstättenverordnung (MVStättVO – bzw. in der jeweiligen bundeslandtypischen Versammlungsstättenverordnung) verpflichtet, selbstständige Maßnahmen zu ergreifen um den Feuerschutz zu gewährleisten. Selbstverständlich ist Art und Umfang dieser Maßnahmen mit der Feuerwehr bzw. den Bauordnungsamt abzusprechen

Einsatz bei feuergefährlichen Arbeiten

Der Einsatz einer Brandsicherheitswache bei feuergefährlichen Arbeiten ist in den berufsgenossenschaftlichen Regelwerken (BGR 500) ist häufig vorgeschrieben. Zu feuergefährlichen Arbeiten zählen unter anderem Schweiß-, Löt- und Flexarbeiten. Hierbei kommt es zu einem erhöhten Brandrisiko und die Verantwortlichen müssen einen zusätzlichen Feuerschutz gewährleisten. Insbesondere auf Industrieanlagen sind solche Arbeiten besonders gefährlich, da hier häufig EX-Zonen – also explosionsgefährdete Bereiche vorkommen.

Einsatz bei Ausfall von Brandmeldeanlagen

Brandsicherheitswache DiGIst eine Brandmeldeanlage noch nicht fertiggestellt oder defekt, erlischt häufig die Betriebserlaubnis für ein Gebäude. Ebenfalls können die Gebäudeversicherer in diesem Fall die Versicherungsdeckung entziehen und folglich kann es zu einem sehr großen Schaden kommen. Damit das Gebäude dennoch nutzbar ist, können in der Regel Brandsicherheitswache als Kompensation für die fehlenden oder defekten technischen Brandschutzeinrichtungen zum Einsatz kommen.

Art und Umfang der Feuerschutzwache ist mit dem örtlich zuständigen Bauordnungsamt / der Feuerwehr sowie den Versicherungen abzusprechen.

Wer stellt eine Brandsicherheitswache?

Da es sich hierbei nicht um eine ordnungsbehördliche Aufgabe handelt, kann die Feuerschutzwache / Sicherheitswache durch eine entsprechende Fachfirma gestellt werden. Wichtig hierbei ist, dass darauf geachtet wird, dass die ordnungsgemäße Durchführung zu jeder Zeit gewährleistet ist. Bei nicht ordnungsgemäßer Durchführung erlischt in der Regel die außerordentliche Betriebserlaubnis.

Welche Qualifikation hat eine Brandsicherheitswache?

Als Mindestqualifikation sollte eine Grundausbildung der freiwilligen Feuerwehr vorausgesetzt werden. Denn alle „Ausbildungen“ unterhalb der kleinsten freiwilligen Feuerwehrausbildung sind nicht definiert und unter Umständen auch nicht ausreichend. Alternativ zur Ausbildung der freiwilligen Feuerwehren sind auch die Ausbildungen zum Gas- und Brandposten anzusehen.

Für Führungsaufgaben sind dann Gruppenführer, Zugführer oder Verbandführer einzusetzen. Hierbei kommt es auf die Größe der Sicherheitswache an.

[box type=“notice“]Können auch Brandschutzhelfer eingesetzt werden?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um eine Hilfsausbildung – sofern man bei einer Ausbildungsdauer von ca. 2-4 Stunden von einer Ausbildung sprechen kann. Deshalb sollten Brandschutzhelfer in der Regel nicht eigentständig eingesetzt werden, sondern maximal als Ergänzung zu erfahrenen Einsatzkräften. Denn Brandschutzhelfer haben keinerlei feuerwehrtechnische und feuerwehrtaktische Ausbildung! [/box]

[box type=“success“]

Wo kann ich eine Brandsicherheitswache buchen?

Bundesweit gibt es wenige professionelle Dienstleister. Achten Sie darauf, dass die Unternehmen umfangreiche Erfahrung haben und im besten Fall nach einem Qualitätsmanagementsystem zertifiziert sind.

Die DiG GmbH aus Gelsenkirchen bietet bundesweite professionelle Brandsicherheitwachen an! Tel: 0209 / 930 446 30 oder info@dig-gruppe.de 

Weitere Informationen erhalten Sie hier!

 

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Brandwache

Die Brandwache

Was ist einer Brandwache?

Eine Brandwache ist eine Sicherheitswache von Feuerwehrkräften nach einem Brand. Hier achten die Feuerwehrkräfte darauf, dass sich das Feuer nicht wieder entfacht. Häufig kann es nach großen Schadfeuern zum erneuten entzünden durch noch nicht vollständig gelöschte Glutnester kommen. Damit das Feuer nicht mehr vollständig ausbricht, stellt die Feuerwehr dann eine Brandwache um regelmäßig nach den eigentlichen Löscharbeiten die Flächen zu kontrollieren.

Wer stellt eine Brandwache?

Da die Brandwache lediglich nach dem Einsatz der Feuerwehr zum Einsatz kommt, wird diese in der Regel durch die eh vor Ort befindliche Feuerwehr gestellt, welche das Feuer zuvor gelöscht hat.

Wo ist der Unterschied zwischen der Brandwache und einer Brandsicherheitswache?

Der Unterschied liegt darin, dass die Brandsicherheitswache präventiv tätig wird und die Brandwache nach einem Schadensereignis tätig wird. Das heißt, die Brandsicherheitswache passt auf, dass es erst gar nicht zu einem Schaden bzw. zu einem Feuer kommt.

Weitere Informationen zur Brandsicherheitswache (BSW) erhalten Sie hier!

Defibrillator

Defibrillator

DiG GmbH setzt auf Corpuls C1 für SanitätsdienstWas ist ein Defibrillator?

Ein Defibrillator oder kurz „Defi“ ist ein Medizinprodukt, welches in allen Bereichen der Medizin eingesetzt wird um Kammerflimmern oder ähnliche Erkrankungen am Herz zu therapieren. Mit einem Defi werden kurze, sehr zielgerichtete Stromstöße „Schocks“ in den Körper abgegeben um somit das Kammerflimmern zu durchbrechen.

Bei den Geräten gibt es verschiedene Ausführungen. Hierbei gibt es Geräte für den professionellen Einsatz und für Laien. Für Laien ist der AED an vielen Ort in der Welt aufgehangen um schnell helfen zu können. Defibrillatoren gehören nach Medizinproduktegesetz zu den Geräten der Klasse IIb.

Welche Bauarten eines Defis gibt es?

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Defibrillator / Monitor

Die Defi / Monitor Variante ist für den professionellen Gebrauch. Hierbei ist neben der Funktion der Schockabgabe auch ein EKG und weitere Funktionen verbaut. Dieser Gerätetyp kommt in Krankenhäusern, dem Rettungsdienst oder dem Sanitätsdienst zum Einsatz. Es lässt neben vielen diagnostischen Modulen auch manuelle Schockabgaben zu. Dies ist allerdings Notärzten / Ärzten vorbehalten.

AED

Erfahren Sie alles über AEDs in unserem Wiki für AEDs

Implantierter Defibrillator

Implantierte Defis sind, wie der Name sagt, im Körper des Patienten implantiert und überwachen permanent die richtige Funktion des Herzens. Hier gibt es auch Schrittmacher, welche die Taktfrequenz am Herzen vorgeben.

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Wann wird ein Defibrillator eingesetzt?

Kammerflimmern

Das Kammerflimmern stellt eine unkontrollierte schnelle Aktion des Herzens dar. Erfahren Sie hier mehr!

Als Schrittmacher

Die Schrittmacherfunktion eines Defis wird eingesetzt, um eine Herzfrequenz vorzugeben. Dies kommt häufig bei Reizweiterleitungsstörungen zum Einsatz.

Bei der Kardioversion

Zu schnelle, jedoch koordinierte, Herzaktivitäten können mittels einer Kardioversion auf ein normales Niveau gebracht werden.

Erste Hilfe

Erste Hilfe

Richtiger Umgang mit AEDs - automatisch externer DefibrillatorAllgemeines

Als Erste Hilfe werden Hilfsmaßnahmen verstanden, die durch den nächst eintreffenden und in der Regel nicht professionellen Helfer durchgeführt werden. Hierbei kommt dem Helfer eine besondere Bedeutung zu. In dem Moment wo jemand ernsthaft erkrankt oder verunfallt ist, ist jeder Bürger zur Ersten Hilfe verpflichtet. Die Verpflichtung ergibt aus dem § 323 Strafgesetzbuch. Hier steht zwar nicht, dass bzw. wie man helfen soll sondern es ist das Unterlassen beschrieben und unter Strafe gestellt.

Doch wie genau sollte man sich verhalten? Der Erste-Hilfe-Kurs ist schon einige Zeit her und Sie sind sich unsicher? DiG hat einige Tipps zusammengestellt.

Richtiges Verhalten bei Notfällen

[box type=“info“][list style=“radio“]

  • Ruhe bewahren!  – Nur wer Ruhe bewahrt, behält einen klaren Kopf zum denken!
  • Auf Gefahren achten und die Unfallstelle absichern! – Achten Sie auf Gefahren, denn Sie sollen helfen und nicht zum nächsten Verunfallten werden
  • Hilfe rufen! – Eine besondere Bedeutung hat der schnelle Notruf. Je schneller, präziser und besser der Notruf erfolgt, desto schneller trifft professionelle Hilfe ein.
  • Hilfe leisten! – Leisten Sie erste Hilfe. Dabei muss es nicht immer die Reanimation sein. Häufig reichen auch Nähe und beruhigende Worte. Lassen Sie den Hilfebedürftigen auf keinen Fall alleine, denn der Zustand könnte sich schnell verschlechtern.
  • Übergabe an den Rettungsdienst! – Sie haben es geschafft. Der Rettungsdienst ist eingetroffen und übernimmt die Situation.

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Der „richtige“ Notruf

[box type=“info“]Wichtig sind die 5-W’s[list style=“radio“]

  • Wo?
  • Was?
  • Welche Verletzungen?
  • Wie viele Verletzte?
  • Warten auf Rückfragen

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Wo kann ich einen Erste-Hilfe-Kurs machen?

Eine Liste mit Anbietern in Ihrer Nähe erhalten Sie auf den Seiten der gesetzlichen Unfallversicherungen, da diese bundesweit die Aus- und Fortbildung in Erster Hilfe koordinieren. Unter www.bg-qseh.de sind alle ermächtigten Schulen aufgelistet.

Weitere Informationen und freie Kurse bietet die DiG GmbH bundesweit an. Erfahren Sie mehr!

 

 

Krankenwagen

der Krankenwagen oder auch Krankentransportwagen

Der Krankenwagen (kurz: KTW) ist ebenfalls ein bodengebundenes Rettungsmittel welches in der DIN 1789 definiert ist. Als „kleiner Bruder“ des Rettungswagens ist der Krankentransportwagen eher für Sekundäreinsätze ausgelegt und häufig tagsüber ein Einsatz.

Dieses spezielle Fahrzeug kann nach drei Typklassen unterschieden werden. Der KTW nach DIN 1789 Typ A sowie der DIN 1789 Typ A2 und der Krankenwagen nach DIN 1789 Typ B unterscheiden sich in Zweck und Ausstattung.

Während Fahrzeuge nach Typ A und A2 eher als typisches Fahrzeug für Verlegungen und unkritische Transporte ausgerüstet sind, so ist der Krankenwagen nach Typ B eher geeignet als unterstützendes Fahrzeug im Regelrettungsdienst eingesetzt zu werden.

Personal

Analog zum Rettungswagen ist die Besetzung des Krankentransportwagens (KTW) ebenfalls im Rettungsgesetz geregelt. Durch das jeweilige Landesgesetz wird auch die personelle Besetzung unterschiedlich geregelt. Im Normalfall ist ein Krankenwagen mit mindestens einem Rettungssanitäter und einem Rettungshelfer besetzt.

Material

Dem Fachpersonal steht eine medizinische Ausstattung zur Verfügung. Diese beinhaltet unter anderem:

[list style=“arrow“]

  • AED-Gerät (automatischer externer Defibrillator)
  • manuelle Absaugpumpe
  • Krankentrage
  • Vakuummatratze
  • Verbandmaterial

[/list]

Einsatzbereich

Eingesetzt wird dieses Fahrzeug vor allem im qualifizierten Krankentransport. Dies sind nicht zeitkritische Patientenfahrten, die dennoch einer medizinischen Betreuung bedürfen. Ein ebenfalls großes Betätigungsfeld des Krankenwagens ist der Heimtransport aus dem Krankenhaus oder der Transport zur Dialyse.

[box type=“success“]Sie benötigen einen KTW für Ihr Event? Informieren Sie sich hier über Buchungsmöglichkeiten![/box]

Rettungsassistent

Rettungsassistent

Der Rettungsassistent ist gemäß RettASSG die einzige Ausbildung im Rettungsdienst und Krankentransport, welche bundesweit einheitlich per Bundesgesetz definiert ist. Seit 2015 ist jedoch das Berufsbild des Rettungsassistenten durch das Berufsbild des Notfallsanitäters ersetzt worden. Die Ausbildungen im Rettungsdienst sind in der Wertigkeit bzw. Qualität wie folgt gegliedert:

  1. Rettungsassistent / Notfallsanitäter (als höchste Qualifikation)
  2. Rettungssanitäter
  3. Rettungshelfer

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung zum Rettungsassistent gliedert sich in 1600 Schulstunden in den auch diverse Krankenhauspraktika inkludiert sind, 1600 Stunden Einsatz auf dem Rettungsmittel und einem umfangreichen Abschlussgespräch.

Rechtliche Grundlagen

Geregelt ist die Ausbildung auf Bundesebene im Rettungsassistentengesetz. Das Gesetz ist jedoch derzeit außerkraftgesetzt und durch das Notfallsanitätergesetz ersetzt worden. (s. Rettungsassistentengesetz)

Einsatzbereich

Der Rettungsassistent ist als Einsatzleiter auf dem Rettungswagen eingesetzt. Ebenfalls als taktischer Führer kann der Rettungsassistent auf dem Notarztwagen eingesetzt werden. Als Fahrer fungiert der RettAss auf dem Notarzteinsatzfahrzeug.

Rettungsdienst

Rettungsdienst / Notfallrettung

Was ist der Rettungsdienst?

Der Rettungsdienst ist in Deutschland in staatlicher Hand und stellt die medizinische Notfallversorgung dar. Jeder (Land)-Kreis bzw. jede kreisfreie Stadt hat als Träger des Rettungsdienstes dafür zu sorgen, dass Vorkehrungen für die notfallmedizinsiche Versorgung getroffen werden. Diese Vorkehrungen sind im jeweiligen Landesrettungsdienstgesetz näher definiert.

Der Rettungsdienst kann zu Land, zu Wasser und in der Luft erfolgen. Hierbei kommen verschiedene Rettungsmittel zum Einsatz. Am häufigsten sieht man Krankenwagen bzw. Rettungswagen im Stadtbild. Aber es gibt weitaus mehr Fahrzeuge und Mittel zur Rettung von verunfallten, verletzten und erkrankten Personen.

Welche Rettungsmittel gibt es?

Hier gibt es eine Vielzahl an Fahrzeugen, Schiffen / Booten und Luftfahrzeugen. Am häufigsten kommen folgende Rettungsmittel zum Einsatz:

[list style=“star“]

  • der Rettungswagen (nach DIN 1789 Typ C)
  • der Krankenwagen (nach DIN 1789 Typ A2)
  • das Notarzteinsatzfahrzeug
  • der Notarztwagen (nach DIN 1789 Typ C)
  • der Rettungshubschrauber (RTH)
  • das Rettungsboot

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Wer bezahlt den Rettungsdienst?

Transportschein Rettungsdienst

Verordnung einer Krankenbeförderung (Transportschein)

Die Antwort ist einfach und vielfältig zugleich. Der Rettungsdienst stellt die medizinische Versorgung im Notfall dar. Hierbei ist wichtig, dass der Zweck eines jeden Einsatzes ist, leben zu verlängern und leiden zu vermindern. Somit kommt es häufig zu einer Heilbehandlung bzw. dem schnellen Transport zu einem Ort, wo eine zielführende Heilbehandlung durchgeführt werden kann.

Folglich zahlen die Krankenkassen für den Rettungsdiensteinsatz. Allerdings nur dann, wenn der Einsatz auch medizinisch indiziert ist. Das bedeutet im Detail muss ein Arzt feststellen, dass der Patient keine andere Alternative hatte als den Rettungsdienst zu alarmieren. Ist dies der Fall, also stellt ein Arzt fest, dass der Patient eine alternative zum Rettungsdienst gehabt hätte, so gehen die Kosten für den Rettungsdiensteinsatz auf den Patienten über.

Zusammenzufassen ist:

[list style=“star“]

  • der Rettungsdiensteinsatz ist gerechtfertigt (ein Arzt unterschreibt den Transportschein)
    • die Kosten werden bei allgemeinen Unfällen bzw. Krankheiten durch die jeweilige Krankenkasse übernommen
    • bei Arbeitsunfällen, Schulunfällen etc. werden die Kosten von der jeweiligen Unfallkasse / Berufsgenossenschaft übernommen
  • der Rettungsdiensteinsatz ist nicht gerechtfertigt (ein Arzt verweigert die Unterschrift des Transportscheins)
    • die Kosten werden dem Patienten privat in Rechnung gestellt

[/list]

Was kostet ein Rettungsdiensteinsatz?

Die Kosten variieren sehr stark und hängen neben der Art des eingesetzten Rettungsmittels auch von den örtlichen Gegebenheiten ab. Jeder Betreiber eines Rettungsdienstes verhandelt den Verrechnungspreis für das einzelne Rettungsmittel mit den Krankenkassen. Somit können z.B. Einsätze eines Rettungswagens von 200 Euro bis 600 Euro variieren. Hinzu kommt dann häufig noch die Pauschale für den Notarzteinsatz.

 

[box type=“error“]

Wie rufe ich den Rettungsdienst?

Ganz einfach – Europaweit unter der Notrufnummer 112. Egal ob vom Festnetz oder Mobiltelefon, man wird immer mit der nächstgelegenen Rettungsleitstelle verbunden. Die Leitstelle übernimmt dann die Abfrage und entsendet ein oder mehrere Rettungsmittel zum Einsatzort.[/box]

Gibt es eine rechtliche Grundlage?

Ja – und zwar in jedem Bundesland gibt es ein Landesrettungsdienstgesetz. In diesem Gesetz stehen die grundlegenden Eigenschaften des landestypischer Rettungsdienstes. So ist auch hier die personelle Besetzung der Fahrzeuge geregelt. Hier gibt es teilweise große Unterschiede.

Hier geht es zur aktuellen Version des RettG-NRW